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Foto: Links Kreislauf- Umwälzpumpe,
Mitte: Eigenbau- Umschaltventil (Antrieb durch Motor im schwarzen Kasten oben rechts),
Rechts: Zusätzliche Mischpumpe. Oben links: Schaltuhr für Nacht- Entleerung.
Oben rechts: Drehknopf für Timer zur verzögerten Umschaltung auf den
heißeren Boiler. Beim Start wird über das obere Rohr vom großen
kälteren Speicher gepumpt
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Zusammenfassung der Versuche bis 1993: Ganzjährig Brauchwasser rein solar erwärmen
Foto: Vakuum- Kollektoren über der
Terrasse, unten die aufgewickelte Plane, oben die zwecks besserer Entleerung leicht
geneigt montierten Wärmetauscher- Elemente.
Achtung: Dieser Text aus dem Jahr 1993 ist in einigen Punkten
veraltet und überholt. Weil er in Kurzform auf Planungsaspekte und
Optimierungskriterien eingeht, die nicht in jedem Firmenprospekt zu finden sind,
soll er hier trotzdem vorerst stehen bleiben. In der ausführlicheren
Präsentation
der realisierten Solaranlage findet man auch Kommentare aus
heutiger Sicht.
Einleitung
Wer träumt nicht davon, einmal ganz von Öl, Gas oder Kohle
unabhängig zu sein? Diesen Wunsch können wir uns in Deutschland
zwar nicht bei der Heizung, wohl aber bei der Warmwasserversorgung
erfüllen. Allerdings bisher nur mit unwirtschaftlich hohen Investitionen.
Die Preise für Kollektoren sinken jedoch, so dass bald eine
ganzjährig ohne Zusatzheizung auskommende Anlage wirtschaftlich
werden kann.
Dieses Ziel ist schneller zu erreichen, wenn auch die
Anlagentechnik weiterentwickelt wird. Erst ein kleiner Teil der
unüberschaubar vielen Realisierungsmöglichkeiten wurde bisher
von Herstellern, Forschungsinstituten oder experimentierfreudigen Nutzern
erprobt. Fast alle vorgeschlagenen Anlagen waren auf
Betriebszuverlässigkeit und Gesamtwirkunksgrad hin optimiert, einige
auf kürzeste Amortisationszeit.
Manche Solarnutzer möchten aber wie der Verfasser die
Reihenfolge der Prioritäten anders ansetzen: An erster Stelle die
Verfügbarkeit ohne Zusatzheizung, dann erst Zuverlässigkeit,
Größen- und Kostenlimit. Warmwasser ist im Gegensatz zur Heizung nicht
lebenswichtig. Ein gelegentlicher Ausfall wegen Unzuverlässigkeit ist zwar
ärgerlich, erhielt bei der Bewertung aber weniger Minuspunkte als längere,
wetterbedingte Nutzungspausen. Abmessungen und Kosten lassen sich in der
Prioritätenliste nicht soweit nach hinten schieben, wie man es sich
einredet. Als Grenzwerte sind sie schnell wieder in der Rechnung. Die
Effektivität erscheint jedoch nicht in dieser Liste.
In diesem Sinne sollen in den folgenden Abschnitten die
einzelnen Komponenten und das Anlagenprinzip kommentiert werden. Dann werden
Besonderheiten der vom Verfasser realisierten Anlage, und erste Erfahrungen
gebracht.
Speicher
Beim Thema "Nutzungsdauer" denkt jeder zuerst an den Speicher.
Speichergröße und Isolationsdicke zu optimieren, ist eine Kunst,
wenn auf handelsübliche Behälter zurückgegriffen werden soll. Die
meiste Wärme geht bei den käuflichen Boilern über die
Rohranschlüsse und die Füße bzw. die Aufstandsfäche
verloren. Auch sie müssen gut isoliert sein. Wenn ich nochmal anfangen
könnte, würde ich die Boiler auf eine dicke Packung Porenbeton-
Steine stellen, wie man sie in allen Baumärkten bekommt. Trotz der
geringeren Lebesdauer würde ich die Leitungen über
Kunststoffschläuche anschließen.
Eine Temperaturschichtung im Boiler wird meist positiv bewertet.
Der Kollektor erhält von unten möglichst kaltes, der Verbraucher
von oben möglichst warmes Wasser. Wenn der Boiler oben seine
maximal zulässige Temperatur erreicht hat, muss der Kollektor
abgeschaltet werden, obwohl der Boiler unten noch einige Grad unter
der Grenze liegt. Durch eine zusätzliche Mischpumpe kann die
Wärmekapazität um einige Prozent erhöht werden. Dasselbe gilt
natürlich in verstärktem Maße, wenn der Speicher aus zwei
Boilern besteht, wie beim Verfasser der Fall.
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